Was Sie vor Ihrer EMDR Intensivwoche wissen wollen — alle Antworten
Diese EMDR Intensivwoche-FAQ beantwortet die Fragen, die Menschen stellen, bevor sie sich melden. Direkt,
praxisnah, von der Anbieterin selbst.
Ich bin Kerstin Schulte, Diplom-Psychologin in Wremen an der Nordseeküste. Ich biete als bisher einzige Therapeutin in
Deutschland EMDR-Intensivwochen in diesem Format an. Die häufigsten Fragen höre ich immer wieder. Deshalb habe ich sie
hier gesammelt.
Vor der Buchung
Für wen ist eine EMDR Intensivwoche geeignet?
Eine EMDR Intensivwoche ist geeignet für Menschen, die konkrete Belastungen tragen und dafür jetzt Raum schaffen
wollen. Keine Wartezeit. Kein jahrelanges Vortasten.
In meine Praxis kommen vor allem Berufstätige zwischen 30 und 50 Jahren. Viele sind selbstständig oder in
Führungspositionen. Außen sichtbar funktionieren sie gut. Innen sieht es oft ganz anders aus.
Typische Themen sind insbesondere Traumafolgen nach belastenden Ereignissen und Ängste, die den Alltag einengen.
Was EMDR bei Ängsten bewirken kann, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben.
Wichtig: Das Format setzt eine gewisse Stabilität voraus. Sie müssen nicht beschwerdefrei sein. Aber Sie sollten in
der Lage sein, intensive Phasen zu durchlaufen und sich danach wieder zu fangen.
Gibt es Gründe, die gegen eine Intensivwoche sprechen?
Ja, die gibt es. Ehrlichkeit ist mir dabei wichtig.
Bei akuten psychotischen Zuständen, schwerem Substanzmissbrauch, Suizidalen Gedanken oder Handlungswünschen
oder einer aktuellen dissoziativen Störung ist das Intensivformat nicht geeignet. Auch wenn Sie sich mitten in einer
akuten Krise befinden, ist zunächst ein anderer Rahmen sinnvoller.
Wir klären das im persönlichen Gespräch.
Falls Sie unsicher sind: Melden Sie sich trotzdem. Besser ein kurzes Gespräch als eine lange Ungewissheit.
Reicht eine Woche — oder brauche ich mehr Zeit?
Für viele Menschen reicht eine Woche. Das lässt sich vorher nicht mit Sicherheit sagen.
Fünf Tage intensive Arbeit entsprechen ungefähr dem, was im wöchentlichen Setting nur über viele Monate möglich ist.
Das Format umfasst täglich mehrere Stunden EMDR-Therapie, aufgeteilt in eine Morgen- und eine Nachmittagseinheit.
Dadurch entsteht eine Tiefe, die im Wochentakt schwer zu erreichen ist.
Manche Klienten buchen im Abstand von einigen Monaten eine zweite Woche. Das ist natürlich möglich. Ob das sinnvoll ist,
besprechen wir am Ende der ersten Woche gemeinsam.
Ablauf und Vorbereitung
Wie läuft eine typische EMDR Intensivwoche ab?
Die Woche umfasst die Zeit von Montag bis Freitag. Wir arbeiten täglich in zwei Einheiten: vormittags und nachmittags.
Am ersten Tag steht die Orientierung im Vordergrund. Ich lerne Sie kennen und wir besprechen, was Sie mitgebracht haben,
Die eigentliche EMDR-Arbeit beginnt, wenn Sie bereit sind.
Ab dem zweiten Tag arbeiten wir intensiv. Die Einheiten wechseln sich ab mit Pausen und Zeit für sich. Viele
Klienten gehen abends an den Deich und genießen den Blick auf Watt oder Wasser. Die Weite biete dem Nervensystem Ruhe.
Am letzten Tag nehmen wir uns Zeit für Abschluss und Stabilisierung. Sie fahren nicht einfach weg. Wir schauen
gemeinsam, wie es Ihnen geht und was Sie mitnehmen möchten.
Ich arbeite mit EMDR und ergänzend mit PEP (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie), wenn das im Verlauf sinnvoll ist.
Wie bereite ich mich auf die Woche vor?
Sie müssen inhaltlich nichts vorbereiten. Kein Tagebuch schreiben, keine Liste erstellen. Sie müssen nur kommen.
Eine Ferienwohnung in Wremen buchen Sie eigenständig. Ich empfehle, direkt vor Ort zu übernachten. Der kurze Weg
zwischen Unterkunft und Praxis gehört zum Konzept. Kein Pendeln, kein Umschalten.
Für die Diskretion, die vielen meiner Klienten wichtig ist: Es gibt keinen gemeinsamen Wartebereich mit anderen Klienten.
Termine sind so gelegt, dass Sie niemanden treffen.
Was passiert nach der Intensivwoche?
Nach der Woche gibt es eine Nachklingphase. Das Gehirn verarbeitet weiter, auch wenn die Sitzungen beendet sind.
Das ist normal und erwünscht.
Ich stehe nach der Woche per E-Mail zur Verfügung, falls etwas auftaucht, das Sie beschäftigt. Eine laufende
Nachsorge biete ich nicht an, aber ein kurzer Austausch ist möglich.
Falls eine begleitende Weiterarbeit bei einem Therapeuten in Ihrer Nähe sinnvoll ist, kann ich Sie bei der
Orientierung unterstützen. Das entscheiden Sie.
Kosten und Organisation
Was kostet eine EMDR Intensivwoche?
Die Kosten für eine EMDR Intensivwoche betragen 4.990 Euro für fünf Tage. Das umfasst alle Therapieeinheiten
der Woche mit mir. Zudem bin ich täglich 10 Stunden für Sie erreichbar – auch vor, zwischen und nach den Sitzungen.
Hinzu kommen Ihre Reise- und Übernachtungskosten. Die Ferienwohnung buchen Sie direkt und unabhängig von mir.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Das Intensivformat entspricht nicht dem kassenärztlichen
Versorgungssystem.
Private Krankenversicherungen erstatten in manchen Fällen einen Teil der Kosten. Das hängt von Ihrem Tarif ab. Ich
stelle eine private Rechnung aus, die Sie bei Ihrer PKV einreichen können.
Wie funktioniert die Buchung, und wie schnell bekomme ich einen Termin?
Die Buchung läuft unkompliziert. Kein Online-Formular, kein Fragebogen vorab. Sie melden sich per E-Mail oder
Telefon. Wir sprechen kurz miteinander und klären, ob das Format passt. Wenn sie möchten, ereinbaren wir dann einen Termin.
Wie schnell ein Termin verfügbar ist, hängt von der aktuellen Auslastung ab. Lange Wartezeiten entstehen hier nicht.
Oft ist ein Termin innerhalb weniger Wochen möglich.
Wenn Sie nach diesen FAQ noch eine Frage haben, die hier fehlt: Schreiben Sie mir. Ich antworte Ihnen persönlich.
Und wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen, freue ich mich auf Ihre Nachricht. Hier geht es zur unverbindlichen Anfrage.